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Irmi

Angesehenes altes Basler Geschlecht, das v.a. im 15. und 16. Jh. das polit. und wirtschaftl. Geschehen der Stadt prägte. Der Name taucht in den Basler Urkunden zum ersten Mal 1302 im Zusammenhang mit dem Verkauf von Ländereien in Blotzheim auf. Die Herkunft der I. ist unbekannt, sie müssen aber schon um 1400 zu den begüterten Kaufmannsfam. gehört haben. Sie betrieben über drei Generationen bis in die 1520er Jahre mit der Lombardei bzw. den Hzg. von Sforza in Mailand Handel mit Stahl, Kupfer, Textilien, Korn und dem in Basel neuen Produkt Reis (Balthasar ->). Die Familienmitglieder, von denen die meisten Ratsherren oder Zunftmeister wurden, gehörten der Schlüssel- und der Safranzunft an. Einzelne Mitglieder der I. vertraten die Stadt Basel in versch. Streitigkeiten oder waren selber darin verwickelt.

Quellen und Literatur

  • F. Holzach, «Das Geschlecht der Irmy», in Basler Biogr. 1, 1900, 37-57