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Neue europäische Bewegung Schweiz (NEBS)

Ziel der NEBS ist der Beitritt der Schweiz zur EU, sie unterstützt überdies aber jede Annäherung. So setzte sie sich erfolgreich für die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU (Bilaterale I von 1999 und II von 2004) ein, unterlag 2001 hingegen mit der Volksinitiative "Ja zu Europa", die eine unverzügl. Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zur EU verlangte. Die NEBS war 1998 aus der Fusion der massgebenden Europ. Bewegung Schweiz (EBS) sowie den drei kleineren Organisationen "Geboren am 7. Dezember 1992", Aktion Europa Dialog und den Jungen Europ. Föderalistinnen und Föderalisten entstanden. Sie zählte 2008 rund 4'000 Mitglieder. Die EBS ihrerseits geht auf die 1934 in Basel gegr. Europa-Union zurück (die Namensänderung erfolgte 1994). Die Europa-Union nahm inhaltlich die offiziellen europ. Einigungsbestrebungen um den franz. Ministerpräsidenten Aristide Briand und methodisch die auf eine Volksbewegung ausgerichteten Pan-Europa-Kongresse von Richard Coudenhove-Kalergi auf (Europa). Sie übte in der unmittelbaren Nachkriegszeit einen starken Einfluss aus, als sie 1946 die europaföderalist. Verbände zur Hertensteiner Konferenz einlud. Sie verfasste das grundlegende Hertensteiner Programm mit und begründete den Dachverband "Union européenne des fédéralistes", dessen erster ordentl. Kongress 1947 in Montreux abgehalten wurde.

Quellen und Literatur

  • E. Flury-Dasen, «Die Union européenne des fédéralistes und die Europa-Union», in Die Schweiz im internat. System der Nachkriegszeit 1943-1950, hg. von G. Kreis, 1996, 32-54
  • T. Brückner, «Europa organisieren», in SZG 57, 2007, 174-187