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WernerLüdi

22.4.1936 Poschiavo, 21.6.2000 Malans. Sohn des Eduard, Schreiners, und der Maria Magdalena geb. Lampert, Köchin. Anita Moos, Grafikerin. Kaufmänn. Lehre. Autodidaktische Annäherung ans Altsaxofon. 1958 Wegzug nach Hamburg, Gelegenheitsarbeiter. Kontaktpflege zu dt. Freejazzern wie Peter Brötzmann und Gunter Hampel. 1966 Rückkehr in die Schweiz. Karriere als Werbetexter. 1981 Comeback am Jazzfestival Willisau. Danach war L., der gerne als "Bündner Saftwurzel" apostrophiert wurde, nicht mehr aufzuhalten. Er rief eigene Formationen (Sunnymoon, Blauer Hirsch) ins Leben und spielte in zahlreichen Ad-hoc-Formationen. Seine Tourneen führten ihn u.a. nach Russland und Japan. L. war ein unbeugsamer Musiker, dessen Ästhetik des Widerstands vornehmlich auf Instinkt und Intuition beruhte. Seine Tourreportage "From Russia with Laugh" für die "WochenZeitung" trug ihm 1990 den Zürcher Journalistenpreis ein.

Quellen und Literatur

  • WochenZeitung, 12.10.2000
  • Ein Freejazzer der ersten Stunde [Tonaufzeichnung], Schweizer Radio DRS 2, 21.4.2006 (Reflexe)
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Lebensdaten ∗︎ 22.4.1936 ✝︎ 21.6.2000