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Otto PaulClavadetscher

9.9.1919 Stein (AR),27.3.2015 Trogen, reformiert, von Küblis. Sohn des Peter Clavadetscher, Lehrers, und der Fanny geborene Meier. 1946 Jeannette Tscharner, Tochter des Johann Wilhelm Tscharner, von Rothenbrunnen. Otto Paul Clavadetscher schloss sein Geschichts- und Germanistikstudium an der Universität Zürich 1945 mit dem Doktorat ab. Neben seiner Lehrtätigkeit in Zuoz, Rorschach und St. Gallen beschäftigte er sich eingehend mit der mittelalterlichen Bündner und St. Galler Geschichte, der Rezeption des römischen Rechts und dem Notariat. Seine Forschungen fanden in der Fachwelt breite Anerkennung. Ab 1983 bearbeitete er das Chartularium Sangallense, ab 1997 wirkte er am Bündner Urkundenbuch mit. Ausserdem war er nebenamtlich als Richter tätig, zuletzt als Obergerichtspräsident von Appenzell Ausserrhoden. 1989 verlieh die Hochschule St. Gallen Clavadetscher den Ehrendoktor.

Quellen und Literatur

  • Clavadetscher, Otto P.: Die geistlichen Richter des Bistums Chur. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des römischen Rechts im Mittelalter, 1964.
  • Clavadetscher, Otto P.: Rätien im Mittelalter. Verfassung, Recht, Notariat. Ausgewählte Aufsätze. Festgabe zum 75. Geburtstag, hg. von Ursus Brunold, Lothar Deplazes, 1994 (mit Schriftenverzeichnis).
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Lebensdaten ∗︎ 9.9.1919 ✝︎ 27.3.2015

Zitiervorschlag

Ursus Brunold: "Clavadetscher, Otto Paul", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.06.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/047443/2021-06-08/, konsultiert am 04.07.2022.