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AlbertGross

11.5.1904 Lausanne, 30.7.1975 Lorient (Bretagne), kath., von Martigny-Bourg. Sohn des Henri, Eisenbahnbeamten, und der Anne Marguerite geb. Von der Weid. G. trat 1930 in das Priesterseminar Freiburg ein, 1934 Priesterweihe in Lausanne. Sekr. und Leiter des von Chanoine Charrière gegr. Foyer Saint-Justin in Freiburg. Im Febr. 1942 übernahm G. auf Wunsch von Bf. Marius Besson die Stelle eines Lagergeistlichen im jüd. Interniertenlager von Gurs (Basses Pyrénées), verhalf zahlreichen Insassen zur Flucht und kehrte im Juni 1943 wegen drohender Inhaftierung in die Schweiz zurück. 1943 Pfarrer von Hauteville, 1948 von Moudon, 1963 Pfarrrektor von Lucens, 1973 Kaplan in Maules. G. verunglückte tödlich bei einem Autounfall in der Bretagne. 1989 wurde er postum mit der Medaille eines Gerechten der Nationen durch Yad Vashem Jerusalem ausgezeichnet.

Quellen und Literatur

  • R. Fivaz-Silberman, «Un prêtre suisse contre le pouvoir de Vichy», in Traverse, 2000, H. 3, 90-99
  • V. Conzemius, Schweizer Katholizismus 1933-1945, 2001
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Lebensdaten ∗︎ 11.5.1904 ✝︎ 30.7.1975