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Henri deDiesbach

15.5.1880 Romont (FR), 31.5.1970 Freiburg, kath., von Torny-le-Grand und Freiburg. Sohn des Max (->). 1899-01 studierte D. Chemie an der Univ. Freiburg, 1901-06 an der Univ. München, dort 1906 Promotion und bis 1907 Assistent bei Alfred Einhorn, dem Entwickler des Lokalanästhetikums Procain. 1907-19 Farbenchemiker in Ludwigshafen bei der Badischen Anilin- und Sodafabrik. 1920-32 Prof. für anorgan. Chemie an der Univ. Freiburg, danach bis 1955 auch für organ. Chemie. D. erforschte die Farbenchemie polykondensierter Aromate und arbeitete v.a. über Pentacendichinone, anthrachinoide Küpenfarbstoffe und die Strukturaufklärung der Gelbfarbstoffe abgeleitet aus Indigo. 1927 entdeckte er zusammen mit seinem Schüler E. von der Weid die blauen, sehr robusten Kupfer-Phthalocyanin-Farbstoffe als neue Klasse Metallionen-komplexierender Farbstoffe. Als 1935 auch ihre genaue Struktur bekannt wurde, erlangten diese Farbstoffe grosse wirtschaftl. Bedeutung.

Quellen und Literatur

  • W. Jenny, F. Favre, «Die wiss. Arbeiten von Henri de D.», in Chimia 19, 1965, 194-200 (mit Werkverz.)
  • L. Chardonnens, «Henri de D.», in Helvetica Chimica Acta 53, 1970, 2021-2026
  • Gesch. der Univ. Freiburg, Schweiz, 1889-1989, Bd. 2, 1991, 810-816
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