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KarlImfeld

6.10.1931 Sarnen, 19.8.2020 Sarnen, katholisch, von Sarnen. Sohn des Karl Felix Imfeld, Fabrikarbeiters, und der Hermine geborene Jakober. Karl Imfeld besuchte 1945-1953 das humanistische Gymnasium in Sarnen und Altdorf (UR) und studierte 1953-1958 Philosophie und katholische Theologie in Chur. Zunächst Vikar in der Dompfarrei Chur, war er 1962-1969 Kaplan und 1969-1996 Pfarrer in Kerns. Angeregt durch die Bewegung der neuen Mundartliteratur, durch seine Freundschaft mit Julian Dillier und durch deutsche und österreichische Mundartschaffende aus dem Kreis des Internationalen Dialektinstituts in Wien, veröffentlichte Imfeld ab 1978 gesellschaftskritische Gedichte und Prosatexte (u.a. Dischtlä sind ai Bliämä 1978), Übersetzungen und Spiele in Obwaldner Mundart (z.B. Markusevangeeli obwaldnerdytsch 1979, Chärnser Chrippäspil 1982), hochdeutsche Hörspiele (Pilgerzug 1987, Einsame Reise 1990) sowie sprachwissenschaftliche Arbeiten (Obwaldner Mundart-Wörterbuch 2000).

Quellen und Literatur

  • Imfeld, Karl: Dischtlä sind ai Bliämä. Gedicht vom Chärnserpfarer, 1978.
  • Imfeld, Karl: Markusevangeeli obwaldnerdytsch, ubersetzt vom Chärnserpfarer Karl Imfeld, 1979.
  • Imfeld, Karl: Chärnser Chrippäspil, 1982 (Hörspiel in Obwaldner Mundart).
  • Imfeld, Karl: Pilgerzug. Hörspiel, 1987.
  • Imfeld, Karl: Einsame Reise. Hörspiel, 1990.
  • Imfeld, Karl: Obwaldner Mundart-Wörterbuch, 2000.
  • Bucheli, Roman: «Imfeld, Karl», in: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch, Ergänzungsbd. 5, 1998, S. 182.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Karl Joseph Imfeld (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 6.10.1931 ✝︎ 19.8.2020

Zitiervorschlag

Christian Schmid: "Imfeld, Karl", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.08.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/047983/2021-08-16/, konsultiert am 29.05.2022.