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Mannenbach

Ehem. Ortsgem. TG, seit 1979 Teil der polit. Gem. Salenstein, Bez. Steckborn. 1816-1979 bildete M. mit Fruthwilen und Salenstein die ehem. Munizipalgem. Salenstein. M. liegt am Untersee gegenüber der Insel Reichenau. 1221 Manninbach. 1850 186 Einw.; 1900 148; 1930 216; 1950 202; 1970 224. Im MA war das Kloster Reichenau Grund- und Gerichtsherr sowie Kollator (1414 Freiheitsbrief, 1502 Offnung). Nach der Inkorporation der Abtei ins Hochstift Konstanz 1540 unterstand das Niedergericht M. mit M. und Salenstein bis 1798 dem Bf. von Konstanz (Obervogtei Reichenau). Das ab 1529 mehrheitlich ref. M. gehörte stets zur Pfarrei bzw. Kirchgem. Ermatingen. Die hochma. Kapelle St. Aloysius (Weihe angeblich 1155) mit spätma. Wandmalereien war mit einer Pfründe und einer Kaplanei verbunden; 1559 erfolgte die Inkorporation ins Kloster Reichenau. 1835-36 errichtete der franz. General Marquis de Crenay anstelle des alten Kaplaneigebäudes das klassizist. Schloss Louisenberg. 1350 wird eine Mühle erwähnt. Der Rebbau verlor ab dem 19. Jh. an Bedeutung. Bis nach der Mitte des 20. Jh. bildeten Viehzucht, Obstbau und Fischerei die wirtschaftl. Grundlage der Bevölkerung. Das Dorf wurde 1874 an die Eisenbahn angeschlossen. Ende des 20. Jh. entstanden aufgrund der Seelage neue Wohnbauten.

Quellen und Literatur

  • O. Feger, Die reichenau. Herrschaft im Thurgau, 1956
  • Kdm TG 6, 2001, 298-310
  • Thurgauer Ztg., 6.8.2007