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Louis-FrançoisCassat

Aquarell und Pastell um 1800 aus dem "Cahier vert" von Benjamin Bolomey (Musée historique de Lausanne).
Aquarell und Pastell um 1800 aus dem "Cahier vert" von Benjamin Bolomey (Musée historique de Lausanne).

3.3.1757 Lutry, 12.9.1842 Lausanne, ref., von Lutry. Sohn des Jean-Daniel, Rats-, Gerichts- und Bannerherrn, und der Charlotte Develey. Ledig. C. besuchte das Gymnasium in Lausanne und promovierte in Rechtswissenschaften in Tübingen. Er war als Anwalt und Publizist tätig. 1789-92 gab er in Paris zusammen mit Guillaume Brune, dem zukünftigen General, eine dem revolutionären Club des Cordeliers nahestehende Zeitschrift heraus. Als C. verhaftet werden sollte, kehrte er nach Lausanne zurück, wo er vom August 1794 an "Le Tableau de la dernière quinzaine" veröffentlichte. Das Blatt wurde noch im gleichen Jahr von Bern unterdrückt, nachdem es nur viermal erschienen war. Im Januar 1798 wurde C. Mitglied der Assemblée provisoire und des Comité de réunion von Lausanne. Dann schloss er sich der von Brune unterstützten patriotischen Gesellschaft an, der Société des amis de la liberté. Während der Mediationszeit war C. Staatsanwalt, Mitglied des Waadtländer Gr. Rats (1803), Richter am Lausanner Bezirksgericht (1803), Pressezensor (1804) und Richter am Appellationsgericht (1808). Nach 1815 übte C. manche seiner Funktionen weiter aus: Er sass bis mindestens 1822 im Gr. Rat und war vermutlich bis 1832 Appellationsrichter.

Quellen und Literatur

  • Correspondance de Frédéric-César de La Harpe sous la République helvétique 2, hg. von J.C. Biaudet, M.-C. Jequier, 1985
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Lebensdaten ∗︎ 3.3.1757 ✝︎ 12.9.1842