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SeligSchachnowitz

27.5.1874 in Russland, 23.1.1952 Zürich, isr., von Dägerlen. Sohn des Isaak und der Lea geb. Riszmann. 1919 Rebekka Lion. S. diente als Kantor 1901-08 in der jüd. Gemeinde Endingen und wirkte danach als Redaktor bei der einflussreichen modern-orthodoxen jüd. Zeitschrift "Israelit" sowie als Dozent an der Breuer Talmudhochschule in Frankfurt am Main. S. war eine für die jüd. Orthodoxie im deutschsprachigen Raum wichtige Persönlichkeit. Er verfasste jüd. Belletristik (auch über "exotische" jüd. Gruppen), welche die osteurop. Gelehrtentradition und die Verdienste bedeutender Repräsentanten und Rabbiner (Don Isaac Abrabanel, Moses Maimonides, Rabbiner Moses Schreiber, Seckel Löb Wormser) betonte. Durch das NS-Regime vertrieben, kehrte S. 1938 in die Schweiz zurück, wo er jüd. Flüchtlingen als Seelsorger diente.

Quellen und Literatur

  • Licht aus dem Westen, 1933
  • Rabbi Mosche ben Maimun, 1935
  • (zusammen mit L. Stern), Die bibl. Geschichte, 1944
  • Jüd. Presszentrale, 8.5.1924
  • Jüd. Rundschau Maccabi, 1.2.1952
  • R.U. Kaufmann, Bibl. zur Gesch. der Juden in der Schweiz, 1993, 125
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