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Franz AntonMesmer

23.5.1734 Iznang (bei Radolfzell, Württemberg), 5.3.1815 Meersburg, kath.; Sohn des Anton, bischöfl. Försters, und der Maria Ursula Michel. Maria Anna Posch geb. Eulenschenk. Jesuitenkollegium Konstanz, 12-jähriges Stud. in Dillingen, Ingolstadt und Wien (Jurisprudenz, Mathematik, Physik, Medizin). M. praktizierte die von ihm entwickelte Methode des Heilmagnetismus (Übertragung von feinstoffl.-bioenerget. Heilkräften von Mensch zu Mensch) erfolgreich in Wien, dann in Paris. Nach der Franz. Revolution musste er als Günstling des Königs fliehen und liess sich in der Schweiz einbürgern, wo er mehrere Jahre lebte (u.a. in Frauenfeld). Auch unter Schweizer Ärzten wurde seine Heilmethode heftig diskutiert. Ab 1812 lebte M. in Meersburg. Er erfuhr eine späte Anerkennung, als in Berlin 1817 ein Lehrstuhl für Heilmagnetismus errichtet wurde. M. war einer der bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Ärzte seiner Zeit. Seine Lehre strahlte auch in die USA aus.

Quellen und Literatur

  • B. Milt, Franz Anton M. und seine Beziehungen zur Schweiz, 1952
  • J. Thuillier, Franz Anton M. ou l'extase magnétique, 1988
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 23.5.1734 ✝︎ 5.3.1815

Zitiervorschlag

Seiler, Hanspeter: "Mesmer, Franz Anton", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.11.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/048317/2009-11-03/, konsultiert am 27.10.2020.