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HendrikDe Man

17.11.1885 Antwerpen, 20.6.1953 Greng, ursprünglich Belgier, ab 1946 staatenlos. Sohn des Adolphus Leo, Geschäftsmanns. 1) Elvira Lotigiers, 2) Valérie von Orelli. Stud. u.a. der Nationalökonomie, der Geschichte und der Psychologie in Brüssel, Gent, Wien und Leipzig, dort 1909 Promotion (Wirtschaftsgeschichte). 1910-22 Leiter der Arbeiterbildung in Belgien, 1922-26 Dozent in Darmstadt und Frankfurt, 1926-29 Publizist v.a. in Flims, 1929-33 Prof. für Sozialpsychologie an der Univ. Frankfurt, 1933-35 Tätigkeit im Studienbüro der belg. Arbeiterbewegung, 1935-40 mehrfach belg. Minister. 1933-39 Vizepräs., 1939-40 Präs. der belg. Arbeiterpartei. 1940 im Kreis um Kg. Leopold III., Zusammenarbeit mit den dt. Besatzern. Ab 1941 in Hochsavoyen, ab Aug. 1944 polit. Flüchtling in der Schweiz, zuerst in Bern, ab 1950 in Greng. 1946 in Belgien zu 20 Jahren Gefängnis wegen Kollaboration verurteilt. D. war einer der wichtigsten sozialist. Theoretiker der Zwischenkriegszeit. Sein Plan der Arbeit (1933), ein Programm gegen die Krise, diente 1935 auch der schweiz. Sozialdemokratie als Vorbild.

Quellen und Literatur

  • Zur Psychologie des Sozialismus, 1926
  • Die sozialist. Idee, 1933
  • International Institute of Social History, Amsterdam
  • StadtA, Murten
  • Hendrik D.: Gesamt-Bibl., 1962
  • Bull. de l'Association pour l'Etude de l'Œuvre d'Henri de Man, 1974-
  • M. Brélaz, Henri de Man, 1985
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Lebensdaten ∗︎ 17.11.1885 ✝︎ 20.6.1953