de fr it

EugenGrossmann

11.12.1879 Budapest, 19.5.1963 Vevey, von Höngg (heute Gem. Zürich). Sohn des Jules, Kaufmanns, und der Katharina Henriette geb. Lichtenhahn. Bruder des Marcel (->). Hedwige Keller, Tochter des Eduard, Ingenieurs. Rechtsstud. in Zürich und Paris, 1904 Doktorat. 1904-08 Sekr. des Finanzdep. des Kt. Zürich, 1908-10 Sekr. des Schweiz. Städteverbands, 1910-14 Kantonsstatistiker, 1914-46 o. Prof. für Statistik und Finanzwissenschaften an der Univ. Zürich (1944-45 Rektor). Als Experte für Finanzpolitik und Steuerfragen übte G. von 1920 bis in die Mitte der 1950er Jahre einen grossen Einfluss auf die Bundesbehörden aus. 1917 wurde er zusammen mit Ernst Blumenstein beauftragt, einen Bericht über die Einführung einer Erbschaftssteuer auf Bundesebene zu erstellen. 1933 verfasste er eine Projektstudie über eine Warenumsatzsteuer. Von 1934 an präsidierte er die Komm. für Konjunkturbeobachtung, bis er als Gegner der Abwertung 1936 zurücktrat. Sein Bericht von 1936 über die Möglichkeit, eine Art Quellensteuer auf Kapitalerträge zu erheben, machte das ganze Ausmass der Steuerhinterziehung in der Schweiz sichtbar und diente als Grundlage für die Einführung der Verrechnungssteuer. G. war Mitglied der Expertenkomm., die das - 1950 vom Volk verworfene - Projekt zur Bundesfinanzreform ausarbeitete. 1931-34 fungierte er als Präs. der Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik.

Quellen und Literatur

  • Festgabe für Eugen G., 1949
  • SZVwS, 99, 1963, 273-276
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 11.12.1879 ✝︎ 19.5.1963