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Mazio

Im 14. Jh. erstmals erwähnte Fam. aus Roveredo (GR), die zwischen Ende des 18. und Beginn des 19. Jh. in dieser Gem. ausstarb. Sie brachte Notare wie Giovanni Pietro, 1571-73 Podestà in Tirano, Bauleute und Architekten wie Domenico (->) und Pietro, die von Ende des 17. bis Mitte 18. Jh. in Deutschland tätig waren, sowie einige Priester hervor. Der Kaufmann Giacomo, der um 1720 in Roveredo verstarb, ist 1667 in Rom bezeugt; wahrscheinlich brachte er im gleichen Jahr die Reliquien des Hl. Doreto in die Kirche S. Anna in Roveredo. Zwei seiner Söhne, Gian Federico (1671-1732) und Gian Giacomo (1684), Buchhalter im Pfandhaus, liessen sich definitiv in Rom nieder. Giacomo (1720-93), Sohn von Gian Federico und beim Onkel aufgewachsen, wurde 1749 vom Papst zum Generalaufseher der päpstl. Münzstätte ernannt; Nachfolger in diesem Amt war sein Sohn Francesco (1768-1852). Der röm. Dialektdichter Giuseppe Gioacchino Belli stammt mütterlicherseits von der Fam. M. ab: sein Grossvater Alessandro war ein Bruder des schon erwähnten Giacomo.

Quellen und Literatur

  • S. Rebecchini, «Gli ultimi "zecchieri" dello Stato Pontificio: i roveredani M.», in Strenna dei Romanisti, 1972, 302-312
  • C. Santi, Famiglie originarie del Moesano o ivi immigrate, 2001
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Zitiervorschlag

redazione, La: "Mazio", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.12.2010, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/048967/2010-12-08/, konsultiert am 27.11.2020.