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Kästli

Aus Herisau im 16. Jh. ins Bernbiet übergesiedeltes Geschlecht. Von Peter (1781-1850), Pächter in Heimiswil, stammen zwei Familienzweige ab, welche die Region Bern als Baumeister wesentlich prägten. Peters Sohn Johann Jakob (1807-71) liess sich als Steinhauer in Münchenbuchsee nieder (eingebürgert 1861). Dessen Sohn Johannes (1837-1912) besuchte die Polytechn. Schule in Karlsruhe und baute das väterl. Geschäft zu einer Baumeisterfirma beim Bahnhof Münchenbuchsee aus. Seine Söhne Oskar und Ernst führten den Betrieb weiter, während ihr Bruder Hermann in Bern eine Rollladenfirma (heute Kästli Storen) gründete. Johannes' Bruder Johann Jakob (1841-1909, Offizier und Grossrat) errichtete in Münchenbuchsee eine Sägerei/Zimmerei, die seine Söhne Alfred, Otto (auch als Heimatstilarchitekt tätig) und Fritz zu einem Baugeschäft erweiterten. Vom Öler Johann Ulrich (1809-79, Bürger im bern. Seedorf) stammt der zweite Baumeisterzweig ab. Jakob (1846-1934) war in Bern als Bauunternehmer tätig, sein Sohn Hans (->) führte das Geschäft weiter. Hans' Bruder Friedrich (->) wurde Generalkonsul. Bendicht (1858-1923) spezialisierte sich in Köniz auf den Strassenbau. Daraus erwuchs die Bauunternehmung Kästli AG in Ostermundigen.

Quellen und Literatur

  • Kant. Denkmalpflege Bern, Unterlagen zur Fam. K.
  • R. Walker, «Die K. aus Münchenbuchsee - eine Baumeisterdynastie», in Heimat heute, 2006, 4-10