de fr it

DanielSchlatter

27.8.1791 St. Gallen, 31.12.1870 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Salomon, Leinwandhändlers, und der Helene Bernet. 1) 1830 Marie Elisabeth Mayer (1835), 2) 1839 Henriette geb. S., seine Cousine, Tochter der Anna (->). Nach einer kaufmänn. Ausbildung zog S. 1822 als pietistisch geprägter Missionar zu den muslim. Nogaj-Tataren in Südrussland, wo er Sprachstudien betrieb (Erarbeitung einer tatar. Grammatik). Über die Lebensweise und religiöse Welt der Einheimischen sowie über seine Eindrücke, die er in zahlreichen europ. Städten gewonnen hatte, schrieb er in seinem Reisebericht "Bruchstücke aus einigen Reisen nach dem südl. Russland, in den Jahren 1822 bis 1828" (1830, 2. Aufl. 1836). Da sich niemand bekehren liess, ging er nach St. Gallen zurück und wurde Buchhalter. Mit seinem Cousin und Schwager Stephan (->) gründete er die Evang. Gesellschaft und verfasste deren Programm.

Quellen und Literatur

  • U. Kälin, «Die St. Galler Kaufleute Daniel und Abdullah S. in Südrussland», in Fakten und Fabeln, hg. von M. Bankowski et al., 1991, 335-363
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF