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FerdinandSauerbruch

3.7.1875 Barmen (heute Wuppertal), 2.7.1951 Berlin, prot., Deutscher. Sohn des Ferdinand, kaufmänn.-techn. Angestellter einer Tuchweberei, und der Helene geb. Hammerschmidt. 1) 1908 Adeline Schulz, 2) 1939 Margot Grossmann. 1902 Dr. med. in Leipzig, 1903 Assistent und 1905 PD in Breslau, 1905 Assistenzarzt, 1906 Oberarzt in Greifswald, 1908 ao. Prof. in Marburg. 1910-18 o. Prof. und Direktor der chirurg. Klinik am Kantonsspital Zürich, Pionier der Lungenchirurgie, oft in den Sanatorien von Davos tätig. 1915 Konflikt mit seinen Schweizer Assistenten nach Einforderung einer deutschnationalen Gesinnung. Ab 1918 o. Prof. in München, 1927-49 an der Charité in Berlin. S. war der einflussreichste Chirurg Deutschlands, der unter dem Nationalsozialismus seine Karriere unbeirrt fortführte und zu einer internat. Vorzeigefigur wurde. Er beteiligte sich auch an der Vorbereitung der schweiz. Ärztemissionen an die Ostfront (1941-43).

Quellen und Literatur

  • W. Genschorek, Ferdinand S., 71987
  • C. Mörgeli, «Der S.-Skandal von 1915», in Praxis: Schweiz. Rundschau für Medizin 77, 1988, 123-127
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