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Vernand

Enklave von Lausanne (ausser 1798-1805, als der Ort zu Crissier, dann zu Romanel gehörte), umgeben von den Gemeinden Romanel-sur-Lausanne und Cheseaux-sur-Lausanne, stark bewaldet. Im Mittelalter war Vernand im Besitz des Domkapitels Lausanne, der Cité (bzw. ab 1481 der vereinigten Stadt) und der Herren von Cheseaux, deren Grundbesitz aufgeteilt wurde. Das Lehen Vernand-Dessus gehörte ab 1491 den Ravier und 1556-1878 den de Saussure, die in Vernand einen Landsitz erbauten. In Vernand-Dessus befinden sich die beiden Herrenhäuser der Familien Mercier und Jaccaud. Die anderen Herrschaften von Vernand waren Vernand-Dessous, dessen Herren zuerst die Rosset, dann die Emery waren, Vernand-Camarès und Vernand-Bois-Genoud, welches von 1602 bis ins 19. Jahrhundert der Familie Polier unterstand. Die Wälder dieses Gebiets gehören nach wie vor der Stadt Lausanne. Der 1959 erbaute Schiessstand der Stadt ist nach Vernand benannt, liegt aber in der Gemeinde Romanel.

Quellen und Literatur

  • Kdm VD 3, 1979, 94 f.; 4, 1981, 282-296

Zitiervorschlag

Lucienne Hubler: "Vernand", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.07.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049612/2013-07-08/, konsultiert am 01.12.2022.