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MartinVogt

3.4.1781 Kulmain (Oberpfalz), 8.4.1854 Colmar (Elsass), katholisch, ab 1819 von Arlesheim. Sohn des Ambrosius, Gutsverwalters und Organisten, und der (Vorname unbekannt) Zach. 1812 Anna Maria Adam. Musikalische Ausbildung als Sängerknabe in bayrischen Klöstern und bei Johann Michael Haydn in der Domkapelle in Salzburg, Orgelvirtuose und Cellist. Martin Vogt kam 1806 in die Schweiz, um sich den napoleonischen Werbern zu entziehen. Als wandernder Kirchenmusikant spielte er in den Klöstern von Einsiedeln, Muri, Mariastein und St. Urban, bevor er 1812 Lehrer, Sekretär und Organist am Dom von Arlesheim und Cellist im Basler Orchester wurde. 1823-1837 war er Musikdirektor an der Kathedrale St. Gallen und Musiklehrer am katholischen Gymnasium, ab 1837 Organist an der Martinskirche in Colmar. Vogts Kompositionen fanden in Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz weite Verbreitung.

Quellen und Literatur

  • Erinnerungen eines wandernden Musikers, hg. von H. Reinhardt, 1971
  • C.E. Hänggi, Martin Vogt (1781-1854), ein Organist und Komponist der 1. Hälfte des 19. Jh., 2 Bde., Liz. Basel, 1988 (mit Werkverz.)
  • C.E. Hänggi, «Martin Vogt (1781-1854): ein vergessener Kirchenmusiker und Komponist», in Musik und Gottesdienst 48, 1994, 166-176
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 3.4.1781 ✝︎ 8.4.1854

Zitiervorschlag

Regula Puskás: "Vogt, Martin", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049624/2013-08-06/, konsultiert am 24.07.2024.