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Schweizerische Kirchenzeitung

Die S. wurde 1832 als religiös-apologet. Wochenzeitschrift und Plattform des 1831 geschaffenen Kath. Vereins, dem Weltpriester aus dem Sailerkreis, aber auch der Katholikenführer Josef Leu angehörten, im Verlag Räber in Luzern gegründet. Als erster Redaktor wirkte Melchior Schlumpf, der die liberale Kirchenpolitik bekämpfte. 1848 musste die Redaktion auf polit. Druck von Luzern nach Solothurn verlegt werden, wo 1855-80 Theodor Scherer-Boccard die Leitung innehatte. Ab 1900 erschien die S. als amtl. Organ der Diözese Basel. Die Schriftleitung oblag 1900-74 Professoren der theol. Fakultät Luzern, seit 1975 einem hauptamtl. Laientheologen. Die S. wurde 1968 theol. Fachzeitschrift und amtl. Organ der Diözesen Basel, Chur und St. Gallen sowie der deutschsprachigen Teile der Diözesen Lausanne-Genf-Freiburg und Sitten, getragen von der Deutschschweiz. Ordinarienkonferenz. Seit 2001 ist die Schweizer Bischofskonferenz alleinige Titelinhaberin. Die S. stellt als Abbild der theol. und kirchenpolit. Diskussionen eine einmalige hist. Quelle dar, die wichtige Einblicke in den Schweizer Katholizismus erlaubt.

Quellen und Literatur

  • J.B. Villiger, «Wie es zur Gründung der S. kam», in Schweiz. Kirchenztg. 150, 1982, 410-417
  • LThK 9, 347
  • H. Bossard-Borner, Im Spannungsfeld von Politik und Religion, 2008