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Schütz von Pfeilstatt

Adelsfam. aus dem Fürstbistum Basel, die in der frühen Neuzeit belegt ist. Im 16. Jh. wirkten Johann, sein gleichnamiger Sohn und sein Enkel Jodok als Vorsteher des Domkapitels Basel. Jodok sowie seine Brüder Johann Heinrich (1693), Gesandter an den Reichstag und 1691 Hofrat, und Johann Andreas (1691), während 48 Jahren Kanzlist und Hofrat, erhielten den Adelstitel. Deren Nachfahren liessen sich in Delsberg und Pruntrut nieder. Die S. gingen v.a. Eheverbindungen mit den jurass. Familien Bennot, Wicka, Frossard, Choullat, Basuel, Belleney und Zipper von Angenstein ein. Johann Thomas (1679), der 1669 als Chorherr von Moutier-Grandval resignierte, wurde Hofrat und fürstbischöfl. Lehnsverwalter. Auch sein Bruder Johann Konrad (1661-1703) hatte diese zwei Ämter inne. Joseph (1675-1756), der Sohn von Johann Thomas, war Beisitzer der Versammlungen des Adels aus dem Fürstbistum, sein Sohn Johann Baptist Leopold (1702-77) zwischen 1731 und 1770 Jurist und Hofrat. Mehrere S. traten in den kaiserl. Kriegsdienst ein und kämpften gegen die Türken. Andere Familienmitglieder wählten eine geistl. Laufbahn, so Erard Thiébaud (1702), Chorherr von Saint-Ursanne, Wilhelm Jakob Joseph (1691-1736), Benediktiner im Kloster Einsiedeln, Franz Joseph Ignaz (1695-1727), Doktor der Theologie und Chorherr des Stifts Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg, sowie mehrere Töchter, fast alle Ursulinen in Delsberg.

Quellen und Literatur

  • AAEB
  • ARCJ, Nachlass André Rais