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Typographische Gesellschaft Bern

1758 gründeten Vinzenz Bernhard Tscharner und Fortunato Bartolomeo de Felice in Bern unter dem Namen Tscharners Bücherladen ein Verlags- und Buchhandelsunternehmen, das sie ab 1762 T. nannten. Tscharner war bis 1778 einer der Direktoren. 1764-75 druckten Albert Emanuel Haller und Daniel Brunner deren Verlagswerke, dann bezog die T. ihre eigene Druckerei. Sie verlegte 156 Titel, die meisten davon auf Deutsch und Französisch. 1762-82 verkaufte sie ihre Bücher auf den Messen Deutschlands. Nach dem Tod Tscharners wurde die Gesellschaft in die Typograph. Gesellschaft und die Neue Typograph. Gesellschaft aufgeteilt. Erstere war weniger wichtig, gab aber u.a. "Les Mémoires et observations de la Société œconomique de Berne" heraus. Zweitere bildete 1778-82 mit der Société typographique de Neuchâtel und der Société typographique de Lausanne eine sog. Konföderation, indem sie gemeinsam v.a. Nachdrucke herstellten. Mit der Société typographique de Lausanne edierte sie zudem 1778-81 einen Nachdruck der Pariser "Enzyklopädie" im Oktavformat. Die beiden Berner Gesellschaften wurden 1793 unter der Leitung von Johann Georg Heinzmann wieder zusammengelegt. Zur Stärkung ihrer Präsenz an den Büchermessen zog die T. 1795 die Eröffnung einer Filiale in Leipzig in Erwägung. 1798 gab sie ihre Tätigkeit auf.

Quellen und Literatur

  • J. Lindt, Die T., 1958
  • S. Bösiger, «Aufklärung als Geschäft: die T.», in BEZG 75, 2011, 3-46