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ZitaWirz

16.8.1917 Sarnen, 11.3.1990 Sarnen, katholisch, von Sarnen. Vermittlerin des kulturhistorischen Erbes des Kantons Obwalden.

Porträt von Zita Wirz, verwendet auf ihrem Leidbild, 1990 (7 x 10 cm). Fotografie von Remo Abächerli, Sarnen (Staatsarchiv Obwalden, Sarnen, S.02, Nr. 6621).
Porträt von Zita Wirz, verwendet auf ihrem Leidbild, 1990 (7 x 10 cm). Fotografie von Remo Abächerli, Sarnen (Staatsarchiv Obwalden, Sarnen, S.02, Nr. 6621).

Zita Wirz war die Tochter des Advokaten und Schriftstellers Theodor Wirz und der Maria Theresia geborene Ming. Ihr Bruder Wolf Wirz war in den 1930er und frühen 1940er Jahren in der Frontenbewegung aktiv. Zita Wirz besuchte das Gymnasium in Freiburg (Matura 1938); danach studierte sie deutsche Literatur, Schweizer Geschichte und Kunstgeschichte in Zürich, München, Genf und Freiburg. Sie blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. 

Nach ihrem Studium kehrte Zita Wirz in ihren Heimatkanton zurück, wo sie als Konservatorin des Heimatmuseums in Sarnen (ab 1952) sowie als Obwaldner Kantonsbibliothekarin (1959-1980) Schlüsselpositionen im regionalen Kulturbetrieb bekleidete. Sie verfasste zahlreiche Artikel über historische und kulturgeschichtliche Themen und verfügte über profunde Kenntnisse der Obwaldner Kunst. Zita Wirz setzte sich in mannigfaltiger Weise für die Bewahrung des materiellen und immateriellen Erbes ein und prägte dank ihres grossen Einsatzes auch selber die kulturelle Landschaft Obwaldens.

Neben ihrer beruflichen Haupttätigkeit war Wirz 1950 an der Gründung der Radio- und Fernsehgesellschaft Obwalden beteiligt und bis 1955 Vorstandsmitglied sowie 1956-1963 Mitglied der Programmkommission der Innerschweizerischen Rundspruchgesellschaft. Auch in zahlreichen weiteren Kommissionen nahm sie Einsitz, etwa in den Bereichen einheimisches Schrifttum und Kunstschaffen (1951-1968), Kulturgüterschutz (1968-1978), Natur- und Heimatschutz (1971-1976) sowie Denkmalpflege (1972-1976). Schliesslich war Zita Wirz langjähriges Vorstandsmitglied des Historischen Vereins der fünf Orte sowie Ehrenmitglied des Historisch-Antiquarischen Vereins Obwalden und des Historischen Vereins von Nidwalden. Für ihr Engagement und ihre Verdienste um kulturelle Werte in Obwalden erhielt sie 1983 als erste Frau den Obwaldner Kulturpreis.

Quellen und Literatur

  • Wirz, Zita: Pfarrkirche Sarnen, 1983 (Schweizerische Kunstführer, 187).
  • Garovi, Angelo: «Trauerrede für Zita Wirz», in: Obwaldner Geschichtsblätter, 19, 1990, S. 321-322 (Nachruf).
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Bianca Ogrizek Woermann: "Wirz, Zita", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.11.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/061178/2022-11-01/, konsultiert am 21.02.2024.